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Therapiebegleithunde

Hunde motivieren, sie sind lebendig und warm, sie bewegen sich und atmen.

Die Inhalte dieser Seite habe ich mir in meinen zahlreichen Ausbildungen erworben und dabei von vielen hervorragenden Referenten lernen dürfen. In Sachen Therapiebegleithunde arbeite ich eng mit Nicole Lachmair zusammen, Tierschutzqualifizierte Hundetrainerin, mehr Infos unter: www.therapiehunde-oö.at Gemeinsam haben wir unser Angebot in der Tiergestützten Therapie entwickelt = Hundetraining Spezial.

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Hundetraining Spezial = unsere Klienten + unsere Therapiebegleithunde

Hundetraining Spezial ist unser Förderangebot für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie für Kinder und Jugendliche in verschiedensten Entwicklungsphasen. Im Unterschied zum herkömmlichen Hundetraining arbeiten unsere Klienten mit unseren Therapiehunden. Trainiert wird der Inhalt verschiedenster Ausbildungen, die wir vorab mit unseren Hunden erlernt haben und danach an unsere Klienten weitergeben (Longieren, Clickern ...). Wichtig ist, dass die Aktivitäten an die Ressourcen jedes Einzelnen anknüpfen, wobei sich naturgemäß verschiedene Levels ergeben. Einfach beweglich in alle Richtungen und für Menschen in jeder Lebenslage.

Gemeinsam mit uns und unseren Hunden erlernen Sie, richtig mit den Vierbeinern umzugehen, Ihre Körpersprache passend einzusetzen und sich in die Gefühlswelt anderer hineinzuversetzen. Unsere Hunde wiederum erkennen kleinste nonverbale menschliche Zeichen und geben uns durch ihre Sprache Rückmeldung. Wir kommen auch gerne mit dem Projekt Bissprävention in Schulen, danke an Hundianerkollegin Dagmar Fauster-Brunner für die österreichweite Umsetzung.

Ganz wichtig ist in unserer Arbeit das Beobachten des Klienten und vor allem unserer Vierbeiner, das Lesen der Hundesprache und die Tierschutzqualifizierte Reaktion auf eventuelle Stressanzeichen. Dazu zitiere ich Dr. Lisa Maria Glenk in einer 2013 erschienenen Studie zur Tiergestützten Therapie aus der Hundeperspektive:

"Fühlen sich Hunde unsicher, überfordert und/oder reizüberflutet, kommt es zu charakteristischen Verhaltensweisen, die meist unabhängig von ihrem natürlichen Zusammenhang spontan und gehäuft auftreten.

  • Offensichtliche Stresssignale: Schuppenbildung, Haarausfall, Leinenbeissen, Schütteln des Körpers, Gähnen, Lippenlecken, Hecheln, Strecken und Dehnen, Durchfall.

  • Subtile Stresssignale: Futterverweigerung, Abwenden von Körper, Kopf und Blick, verminderte Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit, Muskelanspannung."

Hunde als Partner auf gleicher Augenhöhe

Hunde sind einfacher strukturiert und können Distanzen besser einschätzen. Wir Menschen überfordern und greifen teilweise zu viel ein. Hunde aktivieren gezielt, zB im Falle von ADHS – hyperaktive Kinder, dahinter stehen Neurotransmitter, die zu wenig aktiviert sind – Ritalin ist aktivierend oder gesünder … wir nehmen ein Tier und aktivieren gezielt. Der Hund hilft dem Kind, die Konzentration auf das „Hier und Jetzt“ zu lenken. Über das Fokussieren lernt das Kind seine eigenen Empfindungen, Gefühle und Gedanken zu akzeptieren ohne diese zu bewerten. „Entgegen allgemeiner Annahmen, stellt ein Tier keine ablenkenden Reize dar, sondern erleichtert dem Kind das Fokussieren und damit das Lenken der Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt“. (Dr. Anke Prothmann) Durch die neutrale und unvoreingenommene Haltung des Hundes zum Kind kann viel schneller eine Beziehung zustande kommen als es ein Therapeut durch eine diagnostische-explorative Gesprächssituation erreicht. Die unmittelbare, sprachfreie und nicht wertende Spiegelung des Kindes durch den Hund, verhilft dem Kind zu Einsichten über sich selbst und legt damit den Grundstock für Veränderungen im Leben. Und Hunde stützen unsere Ressourcen, sie stützen uns nicht im Defizit: Sie fühlen zwar unsere Niedergeschlagenheit, erkennen uns aber nicht als Schwächlinge. Hunde sind emotionsfokussiert, sie sprechen unsere Gefühle.

Wenn eine Situation eskaliert, wird der feinfühlige Hund Abstand nehmen und warten. Wollen wir zB traumatisierten Kindern eine freie Begegnung mit dem Hund ermöglichen, brauchen wir nicht nur ein ausgeglichenes Tier, sondern wir müssen selbst achtsam und aufmerksam sein, um es zu schützen. Mit Hunden lernen, heißt emotional lernen – Gefühle erleichtern und verstärken Lernprozesse.

Beziehungsdreieck - Triade

triade pfoteBasis der Arbeit ist die Beziehungs- und Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck Klient – Hund – Hundeführer. Der rote Strich soll verdeutlichen, dass die Beziehung des Hundeführers zum Hund das tragende Element ist. In unserer ursprünglichen Triade (Vater, Mutter, Kind) lernen wir sehr viel. Da diese Erfahrungen zu Beginn unseres Lebens unbewusst gemacht werden, sind diese Lernerfahrungen sehr löschungsresistent und werden auch auf andere Triaden und Lebensbereiche übertragen. Ein großes Problem zB innerhalb der Ursprungs-Triade ist häufig, dass das Kind in der dyadischen Beziehung etwas anderes lernt als in der triadischen Beziehung (was alleine mit der Mutter erlaubt ist, ist nicht erlaubt wenn Mutter und Vater anwesend sind).

In einer gesunden Triade hat jeder die Möglichkeit zu kommentieren, zu reagieren und seinen Gefühlen Ausdruck zu geben. Die Beziehungen sind von Respekt geprägt. Ein weiteres Merkmal ist, dass jeder die Freiheit hat zu kommunizieren wie er die Situation erlebt und/oder die Möglichkeit hat seine Wahrnehmungen zu überprüfen. Außerdem gibt es in einer gesunden Triade keinen Zwang zur Konformität. Jeder darf denken, fühlen und handeln wie er will. Ein weiteres Merkmal ist, dass eine Paarbildung innerhalb der Triade gefahrlos stattfinden kann.



Der Einsatz von Supersinnen

Obwohl Hunde sich anderen Tieren gegenüber nicht mehr nur wie ein Raubtier benehmen, haben sie die Supersinne der Wölfe behalten. Die Hunde haben sehr ausgeprägte, aber empfindliche Sinne. Lärm, Geschrei und laute Musik stören sie.

Am feinsten ist die Hundenase, mit ihr können sie 30 x so gut riechen wie die Menschen. Der Hund erlebt die Welt mit der Nase, kann Spuren verfolgen und Tiere unter der Erde riechen. Er riecht andere Hunde, die seinen Weg kreuzen und erkennt am Geruch seinen Menschen unter tausenden anderen wieder.

Hunde hören Geräusche früher als wir, auch Töne, die wir nicht hören. Die Ohren sind beweglich, auch jedes Ohr einzeln, auch Hängeohren. Deshalb muss er nicht den Kopf drehen, um etwas zu hören.

Mit den Augen kann er jede noch so kleine Bewegung wahrnehmen und das auch nachts und in der Dämmerung. Die Augen sitzen an der Seite des Kopfes – ohne den Kopf zu drehen, können Hunde sehen, was sich rechts und links von ihnen tut. Seine Augen sind zwar nicht so scharf und farbig wie unsere, aber das braucht er auch nicht.

Das Sozialverhalten von Hunden veränderte sich in Anpassung an die jeweiligen sozialen Belange der Menschen. Insbesondere im Ausdrucksverhalten entwickelten sich Besonderheiten, die sich an die menschliche Kommunikation anpassten. Hunde bellen unterschiedlich jeweils situationsabhängig, angepasst an den sich vorrangig verbal verständigenden Menschen. Hunde beobachten gut, konzentrieren sich, wenn der Mensch Armbewegungen ausführt und folgen den Bewegungen. Hunde sehen Menschen lange in die Augen, provozieren dabei nicht und drohfixieren nicht, sondern sehen uns an, wie das unter Menschen üblich ist. Und Hunde lächeln und dies belegt ebenfalls die soziale Nähe zum Menschen. Der Mensch besitzt im Lächeln einen wichtigen Aggressionspuffer, Brücken werden geschlagen und Bindungen verstärkt.

Die vier Quadranten im Fokus

Bei den Zielen und Aktivitäten wird immer wieder darauf Bedacht genommen, folgende vier Quadranten abzudecken. (vgl. Schley & Gerster, Experientelle Reittherapie 2009)

  • Sinnstiftend/Identitätsebene (ich verstehe die Aufgabenstellung und kann darauf vertrauen, dass ich sie mit dem Hund an meiner Seite umsetzen kann),
  • Körperliche Ebene (ich kann langsam und schnell gehen, mein Atem und meine Bewegungen werden vom Hund wahrgenommen und er reagiert darauf),
  • Soziale Ebene (den Hund erlebe ich als verlässlichen Partner und umgekehrt der Hund mich, denn ich gehe respektvoll mit ihm um)
  • Psychisch-emotionale Ebene (Wertschätzung durch den Hundeführer erfahren, Anregen der Phantasie – ich bin Teil der Geschichte und meistere die Aufgabe mit meinem Partner Hund, Freude am Erleben und Erfolg)

Die vier Phasen der Einheiten

  • Orientierungsphase (aktuelle Befindlichkeit, wichtige Ereignisse, geplante Inhalte – Rückblick)
  • Interventionsphase (Übungen und Spiele, Varianten – Dosierung Schwierigkeitsgrad der Aufgabe, internale Ressourcen des Klienten, external vorhandene Ressourcen des Hundebegleiters)
  • Planungs- und Transferphase (Übungs-, und Hausaufgaben, Transferaufgaben)
  • Evaluationsphase (Bewertung/Auswertung des abgelaufenen Settings – was hat gefallen, was nicht, was hat gut getan, was belastet – Ausblick auf die nächste Stunde, evtl Transferaufgaben)

Mit Hunden interagieren - über Hunde kommunizieren - für Hunde tätig sein

  • Mit Hunden spielen
  • Signalarbeit mit Hunde
  • Hunde beobachten
  • Hunde versorgen
  • Für Hunde etwas bauen
  • Wissen über Hunde erarbeiten
  • Hunde streicheln
  • Mit Hunden etwas lernen ...

Interaktionen: Frei - Gelenkt - Ritualisiert

Die einzelnen Interaktionsformen können ineinander übergehen bzw. gleichzeitig stattfinden. (vgl. Vernooij, Schneider, Handbuch der Tiergestützten Intervention 2008)

  • Frei: Die Begegnung zwischen Mensch und Hund findet ohne Anweisung oder Lenkung seitens des Hundeführers statt, natürlich bestehen klare Rahmenvorgaben mit Kontroll- und Unterbrechungsmöglichkeiten. Die Interaktion sollte jedoch so wenig wie möglich beeinflusst werden, denn so lässt sich besonders gut beobachten, wie der Mensch auf den Hund reagiert, ob er zB von sich aus Kontakt sucht oder den Hund aus sicherer Entfernung beobachtet, ob er den Hund sanft und ruhig streichelt oder lieber mit ihm spielen und toben will. Auch das Tier hat einen größeren Spielraum hinsichtlich seines Verhaltens, seiner Aktionen und Reaktionen, es kann sich bei unangemessenen Verhalten des Klienten zB zurückziehen, es kann von sich aus das Spiel mit dem Klienten beginnen, wenn es sich in seiner Gegenwart wohl und sicher fühlt. Sowohl bewusstes Agieren und Reagieren als auch unbewusste Anteile werden wirksam und können ohne bewertende oder kommentierende Einflussnahme eines Dritten ausgelebt, be- und verarbeitet werden.

  • Gelenkt: Ist quasi das Gegenbild der freien Interaktion – ist eine absichtsvolle, geplante Situation mit mehr oder weniger präzisen Zielsetzungen. In dieser Interaktionsform muss der Tierbegleiter besonders auf die Tiersignale und auf den Klienten achten (Verhalten, Äußerungen), um sicherzustellen, dass sich beide wohl fühlen.

  • Ritualisiert: Das Ritual meint etwas Konstantes, Gleichbleibendes, immer Wiederkehrendes und für die Beteiligten Verlässliches. ZB ein bestimmtes Halsband, Brustgeschirr für den Hund während der Intervention und demensprechend von ihm als Signal erkannt wird oder ein Begrüßungsritual, wie zB die Klangschale, aus der der Hund mit Wasser versorgt wird. Rituale geben Mensch und Tier Sicherheit, da sie etwas Vertrautes, Gewohntes und Beständiges sind; es kommt Freude auf, etwas Bekanntes zu wiederholen und damit ein Gefühl von Kompetenz und der Eindruck von Selbstverständlichkeit;

Von der Hilflosigkeit zur Selbstwirksamkeit

Dieser Prozess der Hilflosigkeit zur Selbstwirksamkeit wird wie folgt im Training mit dem Hund begleitet: Das Klient-Hund-Team bekommt eine zunehmend schwierigere Aufgaben, die es lösen muss. Dabei nimmt der Hundeführer eine leicht fordernde Rolle ein, die aber weder Klient noch Hund überfordern darf. Im nächsten Schritt nimmt sich der menschliche Begleiter zurück, Ziel ist die Reduktion der Aufforderungen bis Klient und Hund nur mehr einen kleinen Hilfeanstoß zur Bewältigung der Aufgabe benötigen. Der Lernprozess ist abgeschlossen, sobald beide, aufgrund gemeinsamer positiver Erfahrungen, eigenständig und ohne Hilfestellung die Aufgaben bewältigen.

Impulse und Prozesse anregen

  • Neues Tun oder lassen probieren
  • Sich überwinden
  • Sich einer Aufgabe stellen
  • Mal etwas wagen
  • Aktiv werden
  • Mehr gestalten

Kooperation - Interpretation - Informationsaustausch

Ein typisches Merkmal von Hunden ist die Kooperation = sie haben gelernt, dass alles woran Menschen ein Interesse haben, Auslöser für gemeinsame Aktionen sein kann.

Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Fähigkeit zu interpretieren = Menschen haben keine Rute, können ihre Ohren nicht bewegen und habe ungewohnte Körpergerüche. Andererseits haben sie Hände, mit denen sie über unverständliche Dinge gestikulieren. Sie haben gelernt, menschliche Handlungen zu verfolgen und die ihnen vorausgehenden kleinen, kaum merklichen Hinweise richtig zu interpretieren.

Wir senden mehr Informationen an den Hund, als wir vielleicht wollen, der Hund kann mehr von uns wahrnehmen und wir können die geruchlichen Informationen , die der Hund auch an uns sendet nicht verarbeiten. Hunde können Angst zB an der veränderten Zusammensetzung des Schweißes durch Adrenalinausstoß riechen. Die geruchliche Wahrnehmungsfähigkeit des Hundes ist ein Grund, warum Hunde epileptische Anfälle oder Störungen des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern (Hypoglykämie = Unterzucker) zu einem Zeitpunkt erkennen, zu dem uns selbst noch gar keine Veränderungen aufgefallen sind.

Keine andere Tierart ist mit dem Menschen derart eng verbunden. Das hat dazu geführt, dass die Hunde menschliche Gestik und Mimik erfassen, deuten und in das eigene Handeln einfließen lassen können. Der Hund hat im Umgang mit uns gelernt, was jene Körperhaltung, jener Gesichtsausdruck, jener stimmliche Klang oder die unseren Eigengeruch verändernde Adrenalinausschüttung bedeutet. Er entdeckt (instinktiv) unsere Stimmung, ohne sich darauf konzentrieren zu müssen, bereits früher als wir selbst und richtet sein Verhalten danach.

Spielerisch gestalteter Hundekontakt

Der Therapiehund übernimmt eine Brückenfunktion. Besonders bei therapiemüden Personen setzt er frische Impulse und gibt neue Motivation. Der starke Aufforderungscharakter des Vierbeiners verleitet zum ständigen Spiel. Dabei werden an den Klienten unterschiedliche Anforderungen gestellt.

Richtig gestalteter Tierkontakt fördert die Entwicklung:

  • emotional (bringt Freude und reduziert Angst),
  • sozial (trainiert prosoziales Verhalten),
  • physisch (motiviert körperliche Bewegung und fördert Fitness) und
  • kognitiv (fördert Executive Functions/EF: Disziplin, Arbeitsgedächtnis, rasches Einstellen auf Veränderung).

Laut Dr. Kurt Kotrschal ist EF die Fähigkeit , Impulse zu kontrollieren, ein gutes soziales und episodisches Gedächtnis zu entwickeln, strategisch zu handeln und vor allem auch eigene Handlungen abzuschätzen.

Die bedingungslose Annahme des Hundes macht stark. Jedes „Sitz!“ führt nur dann zum Erfolg, wenn es mit innerer Entschlossenheit und Überzeugung ausgesprochen wird. Die Signalarbeit bietet ein Feld zur Übung der Fähigkeiten zu starkem und mutigem Auftreten. Soll das Tier gehorchen, müssen die inhaltlichen Aspekte der Botschaft den nonverbalen Anteilen entsprechen. Nur die Entschlossenheit des Klienten löst Reaktionen des Hundes aus, der Mensch erlebt die Bedeutung seines Verhaltens. Verborgene Gefühle, Fähigkeiten und Ressourcen werden wieder entdeckt, gefördert und schließlich auf menschliche Beziehungen umgelegt.

Ressourcenorientiert kommunizieren

Tiere sind niemals an unserem Defizit interessiert sondern an unseren Ressourcen, an allem was da ist und daraus Wunderbares entstehen kann. "Oder haben Sie schon einmal einen Hund erlebt, der Ihnen eine Ball bringt und meint: ‚Das kannst Du nicht, das üben wir jetzt!‘ Ganz im Gegenteil: Der Hund bringt das gute Stück weil er der festen Meinung ist, dass die Möglichkeit in uns steckt, der Champion in Sachen Ballspiele zu werden, zumindest für ihn". Mag. Brigitte Girard

Kinder in Fremdunterbringung - Lieblingsstrategie Hund

Hunde können für Kinder eine Bindungsfunktion haben. Wenn mit Kindern gearbeitet wird und ein Hund ist da, zu dem Körperkontakt aufgenommen wird, dann sieht es so aus, als ob ein neuroendokrinologisches Zeitfenster geschaffen wird, durch das die Beziehung zum Kind viel einfacher „angekurbelt“ werden kann. Der Aufbau sicherer Beziehungen kann somit durch den Oxytocin-Effekt verkürzt werden.

"Tiergestützt arbeiten heißt, die Voreinstellung der Kinder so zu verändern, dass leichter in die Beziehung zu ihnen getreten werden kann." Dr. Henri Julius

Mensch-Hund-Team als unschlagbare funktionelle Einheit

Das Verhalten des Hundes ist dem Verhalten des Menschen sehr ähnlich und zwar, was Kooperation, Sozialisierung und Organisation betrifft. Im Team mit ihren Menschen verfügen Hunde über unglaubliche Leistungen. Immer bedarf es eifrigen, einfühlsamen Trainings und der engen Kooperation mit menschlichen Partnern, um Spitzenleistungen aus den vorhandenen Hundesinnen herauszuholen. Wie die amerikanische Tierpsychologin Temple Grandin meint, bilden Mensch-Hund-Teams eine unschlagbare funktionelle Einheit. Der menschliche Partner verfügt über ein großartiges Konzepthirn, er plant Training und Einsatz, denkt langfristig und unterscheidet Wichtiges von weniger Wichtigem. Es ist immer der menschliche Partner, der die sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen für das Team schafft. Der Hund wiederum bringt vor allem seine unschlagbare Riech- und Hörfähigkeit ein, sein scharfes Richtungshören sowie auch seine dem Menschen überlegene Fähigkeit, in der Dämmerung und in der Nacht zu sehen. Hunde bestechen durch ihren unglaublichen Fokus auf Details. Was das Bilden von Zusammenhängen und die Integrationsleistung des Gehirns betrifft, haben wir Menschen die Nase vorne.

Hunde sind teilweise besser Bezugsindividuen als Mmensch hund teamenschen, da das interne Arbeitsmodell Tieren gegenüber meist offener ist – es sind noch keine schlechte Erfahrung gemacht worden. Zweitens haben Kinder instinktives Interesse an Tieren – Kinder sollten mit Hunden aufwachsen, denn dann reifen sie als sozial kompetenter Erwachsenen heran. "Wir teilen Gehirnstrukuren,die für das soziale Zusammenleben zuständig sind, zB das Grundsystem zur Bewältigung von Herausforderungen, zum Herstellen von Bindungen und zum Wohlfühlen, aber auch was unsere beiden Stresssysteme betrifft – sympatisches Nervensystem schüttet bei Schreck sofort Adrenalin aus (aktiviert sofort Kreislauf) und mit geringerer Zeitverzögerung schüttet das Zwischenhirn-Hypophysen-Nebennierensystem das Stresshormon Kortisol aus (stellt Energiereserven bereit, macht den Körper aktionsbereit)." Dr. Kurt Kotrschal.







 

 

 

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